Immer drauf! Wunstorf-Kolenfeld will Hamster erschlagen!

Florian Lamp
08.05.2011
Den Hamstern die Grenzen zeigen: Rolf-Axel Eberhardt

Da will man sich mal einen hübschen Hafen am Mittellandkanal in Wunstorf-Kolenfeld bauen und wer kommt da doch tatsächlich an und verhindert mal wieder alles?! Genau! Der Feldhamster, der heimtückische! Das berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung.

Dabei bietet sich in Wunstorf-Kolenfeld eine echte Idylle: „Es ist eine kleine, beschauliche Anlegestelle. Am Mittellandkanal, nordöstlich von Wunstorf-Kolenfeld, befindet sich die Kaimauer, dort werden landwirtschaftliche Güter verladen. Dahinter liegen Felder, die Landwirte bauen Zuckerrüben und Weizen an. Das Gebiet ist beliebt unter anderem bei Radfahrern.“ Und dann kommt der Hamster, fies, hinterlistig und mit auf dem Boden schleifendem Bauch und verhindert, dass diese Idylle noch schöner wird, eine „300 Meter lange Kaimauer“ gebaut wird mit „Platz für vier Schiffe zum Anlegen“. Dem es aus völlig irrational hamsterigen Gründen nicht passt, dass eine „Fläche für Firmen geschaffen“ wird, „um Hallen zu bauen, denn die direkte Nähe zur Autobahn 2 und die Möglichkeit, in das Gelände einen Gleisanschluss zu legen, sind attraktiv.“ Aber dem feinen fetten Nager missfällt, dass „so Güter je nach Bedarf zwischen Zügen, Lastwagen und Schiffen umgeladen werden können.“ Dabei hamstert er doch selbst Güter verschiedenster Art, die er durch den neuen Hafen dann sogar mit der Deutschen Bahn anliefern lassen könnte.

Niemand würde ihn daran hindern, direkt am Hafen statt seiner üblichen Höhlen eine Fabrikhalle zu errichten! Ekelhaft und flegelhaft, dass der Hamster sich dort breit gemacht hat und weder mitmachen, noch weichen will. Dabei gibt es doch schon "Projektstudien, Gespräche mit der Bahn und schöne Power-Point-Präsentationen“!

Einzige Chance, damit Wunstorf-Kolenfeld doch noch Ihr Hafenprojekt zum Thema „Unser Dorf soll schöner werden“ realisieren kann: Die Hamster müssen umgesiedelt werden (vgl. Erika Steinbach). Doch auch hier gibt es im Gegensatz zu den Sudetendeutschen ein Problem, so die „Hamster-Expertin beim BUND, Hannelore Plaumann: „Es ist schwierig, wirklich alle Feldhamster zu bekommen, um sie neu anzusiedeln“, sagte die Frau aus Ronnenberg. Die Feldhamster sind Einzelgänger, die sich nur für die Paarung zusammenschließen. „Jedes Tier hat seinen eigenen Bau, oft mit unterschiedlichen Eingängen“, berichtet Plaumann. Außerdem nähmen die Tiere die für sie vorgesehenen neuen Gebiete oft nur schwer an.“

Drauf geschissen“, möchte Wunstorfs Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt wohl sagen, bleibt aber dann doch diplomatischer und gibt sich unwissend zum Thema „Hamsterfrage“. „Von Feldhamstern in dem geplanten Gewerbegebiet sei ihm … nichts bekannt. Allerdings sei der gesamte Bereich „hamsterbelastet““. Generell sieht er aber keine Probleme und möchte die Nager einfach genauso brutal wie diese die Bauersjungen attackieren, töten: „Die Hamster werden wir mit unserem Konzept erschlagen.“*

*Achtung: In der oben zu sehenden Fassung unseres Blogeintrags hat sich ein Fehler eingeschlcihen. Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt möchte die Hamster nicht persönlich erschlagen, sondern gab vielmehr folgendes Statement ab: „Von der Hamsterpopulation wird unser Konzept nicht zerschlagen.“

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