Malaria, die Pest und Jimi the Rat

Florian Lamp
29.03.2011
Jimi the Rat und Dolormin - einfach unschlagbar

Zuletzt gab es eher nicht so gute Nachrichten aus der Nagetier-Welt. So wird momentan kübelweise Dreck über den possierlichen und etwas weniger possierlichen Nagern dieses Planeten ausgekippt.

Angefangen bei schweizerbauer.ch, wo eine Studie über Malaria-abhängige Fledermäuse (NEIN! Das sind keine Nagetiere!) von einem Forscherteam um Philippe Christe von der  Abteilung Ökologie und Evolution der Uni Lausanne als Aufhänger benutzt wird, ganz nebenbei die gesamte Nagerschaft mit Dreck zu beschmeißen. Was interessiert es das Eichhörnchen, dass die Hälfte aller Schweizer Wasserfledermäuse Malaria hat?!

Die Panikmache aus der Schweiz wird nur noch übertroffen on doccheck.com. Warum mit der Malaria kommen, wenn es die Pest noch gibt. Und hier wird es wirklich haarig, wird doch immerhin mit der Krone der Schöpfung, dem Eichhörnchen, das tollste Nagetier dieser Welt namentlich genannt: "Neben den allseits bekannten Ratten stellen auch andere Nagetiere wie Eichhörnchen oder Präriehunde ein natürliches Reservoir des Pesterregers dar. Ihre bakterielle Fracht bekommen Flöhe dann beim Biss erkrankter, wildlebender Nager. Ist erst einmal die Magen-Darm-Passage durch Yersinien verklumpt, beißt der Blutsauger, immer noch hungrig, erneut zu und das nächste Tier wird infiziert."

Typischer Schweinejournalismus ist das - das Eichhörnchen, das bestenfalls in eine kleine aber feine Reihe mit dem Einhorn zu stellen ist, in einem Zug mit der Ratte und dem Präriehund zu nennen!

Da lobt sich der GROSSKONZERN doch die Stadt Ibbenbüren nebst eines holländischen Investors, die sich extrem nagerfreundlich benehmen. Tobias Goldbeck (CDU) freut sich: "Hier entsteht bald ein neues Biotop in der Innenstadt. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann hier Blumen blühen und Nagetiere zu beobachten sind." Toll, dass Ibbenbüren das Magnus-Gebäude in Top-Lage dem Naturschutz zur Verfügung stellt.

Zum Schluss, möchte sich der GROSSKONZERN noch bei Jimi the Rat entschuldigen. Es tut uns außerordentlich leid, dass wir dieses Jahr Deinen Geburtstag vergessen haben. Aber die gerechte Strafe hat uns getroffen, denn wir haben das Geburtstagkonzert zum 47. im ProZwo JUGENDHAUS in Mühlacker bei Pforzheim verpasst. Bitte Leser dieses Blogs, schaut Euch UNBEDINGT auch das Video von Jimi the Rat auf der Seite der Pforzheimer Zeitung an. Dort "genießt Jimi the Rat, wie er wegen seiner früheren Haus-Nagetiere und seiner Liebe zum Gitarrespielen à la Jimi Hendrix genannt wird, ein besonderes Privileg. Er sei der einzige, der dort Geburtstag feiern dürfe, heißt es im Jugendhaus. Einfach, weil er jedes Mal ein fetziges Konzert daraus macht."

Bleibt uns nur zu sagen: Jimi! Let it fetz in den nächsten 100 Jahren!

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