Kleine Presseschau: Moby Dick, The European und die SZ bzw. dpa

Florian Lamp
23.01.2011
Unsere bisherige Lieblingspresseagentur. An die anderen: Strengt Euch an!

Der GROSSKONZERN dankt heute einer Presseagentur, der Süddeutschen Zeitung für die Übernahme einer Presseagentur-Meldung, The European, einer schönen Online-Zeitung und einem freundlichen Blog namens Moby-Dick TM.

Aber der Reihe nach - wie kann es sein, dass der GROSSKONZERN auf beinahe nordkoreanische Art und Weise die Medien beherrscht?

Zunächst möchte ich mich als Verleger bei der dpa bedanken, deren lustige Meldung zu Dr. Kurt Floerickes "Nagetiere" die Süddeutsche übernommen hat. Schönster Begriff in dieser Meldung: "Berliner Szeneverlag" (vgl. Suhrkamp)

Hier nun die Geschichte, wie es dazu kam. Am Tag des Aufstiegs des FC St. Pauli weilte ich in Hamburg und im Zuge der hanseatischen Euphorie, die durch die Stadt tobte, ließ ich mich dazu hinreißen, einem alkoholisierten Pauli-Fan mit den gegröhlten Worten "Sahaaaankt Pauli" zu gratulieren. Dieser verzog sein Gesicht, blickte in meines und sagte folgende Worte: "Neee, Du! So ne Szenetypen wie Dich, die könn' wir hier nich gebrauchn."

Diese Episode wurde auch dem Herausgeber Neersö erzählt, der sie dann sinnentfremdend verkürzte, entstellte und in seinem Vorwort unterbrachte. Und jetzt ist der GROSSKONZERN ein Szene-Verlag. Aber das sind wir gerne. Danke dpa!

Ebenfalls ein lieber Dank geht an Frau Beate Wedekind, die bei "The European" eine Doppelrezension von "Deutsch für den Ausländer" und "Nagetiere" bewerkstelligt hat. Unser Lieblingssatz bezieht sich hier auf "Deutsch für den Ausländer" und lautet "Es gibt sie, diese Bücher, die man einfach lieben muss." Und wir beim GROSSKONZERN lieben es, wenn unsere Bücher als solche bezeichnet werden! Danke!

Zuletzt möchten wir heute noch dem Blog Moby-Dick TM danken, der Dr. Kurt Floerickes "Nagetiere" ebenfalls sehr positiv bespricht, allerdings Kritik äußert, weil der "Bilch" nicht erwähnt werde. Hierzu stelle ich mit Dr. Floericke gemeinsam klar: "Die merkwürdige Gruppe der Bilche" bleibt und blieb außen vor, weil sie schon in anderen Floericke-Werken beschrieben wurde (Der Korrrektheit halber: Das Wort "Bilch" wird auf Seite 6 und auf Seite 118 erwähnt).

Der GROSSKONZERN behält sich vor, einen kompletten Sammelband aller jemals von Floericke beschriebenen Nagetiere zu veröffentlichen, die dann wahrscheinlich auch die von Blogger phrixuscoyote beschriebene "Schwulle" beinhaltet:

"Ihr Lebensraum umfasst die menschliche Zivilisation insgesamt, meist in offenem Zusammenleben, oft lebt die Schwulle aber auch versteckt in Wäscheschränken, Puppenhäusern und Gästezimmern."

Und dazu kämen dann natürlich noch die von Bibervater Amtmann Behr (bitte auf PDF-Seite 7 scrollen um ihn bei der Arbeit zu sehen) immer wieder hervorragend in Szene gesetzten Biber, die in "Aussterbende Tiere" eine tragende Rolle spielten.

Aber alles zu seiner Zeit.

 

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