Was vor 30 Jahren niemand hätte ahnen können!

Florian Lamp
01.05.2011
Kein Vergleich mit dem Eichhörnchen: Der afrikanische Graumull - Bild allgemeinfrei von Wikipedia

Immer mehr Leute, die Dr. Kurt Floerickes Meisterwerk „Nagetiere“ gekauft haben, verzichten von da an auf jedes andere Buch zum Thema. Das ist empirisch bewiesen, man muss nur auf Ebay die Kleinanzeigen verfolgen, wo u. a. ein Kleinanzeigenschalter aus 01279 Dresden-Leuben folgendes mitteilt: „verkaufe ein Buch von Kaninchen,-und Nagetiere. Ich finde dafür keine Verwendung mehr u möchte es daher verkaufen.“ Traurig, aber verständlich.

Wesentlich schöner und erfreulicher hingegen ist die Seite Fotocommunity.de. Hier gibt es nach mehrmaligem Umherklicken die Sonderrubrik Nagetiere und Hasenartige. Und da jeder Mensch Eichhörnchen über alles liebt, findet man dort auch tausende Eichhörnchenfotografien. Wobei man nach Seite 34 bei sich schon kleinere Hassgefühle nac Hamsterart gegen die possierlichen Nager mit Fuchsstandarte aufkommen spürt.

Ein wesentlich anders schöneres Tier ist der afrikanische Graumull. Hervorstehende Zähne, graues Äußeres und nicht einmal eine Fuchsstandarte – da hat man es in der Regel relativ schwer im Leben und im Sportunterricht an der Tierschule. Aber die afrikanischen Graumulle haben eine Nische gefunden und diese Nische heißt „Sex“. Schöner Name für eine Nische. Dr. rer. nat. Philip Dammann (Tel. 0201/723-4663,end_of_the_skype_highlighting, Philip.Dammann@uk-essen.de) fand mit seinem Team heraus, dass die sexuell doppelt so aktiven afrikanischen Graumulle (DSAAG) auch doppelt so lange leben wie die eher abstinenten afrikanischen Graumulle (EAAG). Glückwunsch, Ihr Graumull-Sexmaschines! Wobei für den GROSSKONZERN die Frage wesentlich interessanter ist, wie das Personal der Uni Duisburg-Essen ausgelost hat, wer welche Gruppe der Graumulle genau beobachten soll oder ob extra Stellen für Wissenschaftliche Mitarbeiter geschaffen wurden, die Tag und Nacht speziell markierte Graumulle beim Ficken beobachten mussten. Das entspricht dann ja so in etwa dem Job, den die Studenten bei TV Total erledigen.

Wer jetzt auch Lust hat, sich sexuell aktive afrikanische Graumulle anzuschaffen - natürlich rein zu Beobachtungszwecken - dem empfehle ich Petermann-Aquarienbau. Neben einer epischen Firmengeschichte („Wie alles begann: Als vor mehr als 30 Jahren Friedrich Petermann für seine Kinder ein Aquarium im trauten Heim baute, ahnte er nicht, welche Auswirkungen dies mit sich bringen würde.“) und ausgewiesen zweckmäßigem Homepagedesign überzeugt vor allem, dass er das Sprichwort „Aquarienbauer bleib bei Deinen Leisten!“ missachtet hat und heute auch Reptilienanlagen, Nageranlagen und sogar Pflanzenanlagen herstellt und zur Verfügung stellt. Und wenn Sie jetzt hier klicken, dann können Sie sehen: „So könnte Ihre Nageranlage z. B.  aussehen."

 

Die Wilde Indoor-Hatz

Florian Lamp
18.04.2011
Eine Jagdszene wie sie sich jederzeit auch bei Ihnen in der Werbeagentur abspielen kann.

Letztens in einer namhaften Werbeagentur. Nicht Böses ahnend streift ein schon etwas mitgenommen aussehendes (oder per Paket geschicktes) Eichhörnchen die Örtlichkeiten, als es nach oben schaut und ... seinen zweitgrimmigsten Todfeind neben dem Edelmarder erblickt: Den Sperber!

Wie jeder Mensch und Leser Floerickes vom Eichhörnchen weiß: "Den Raubvögeln entgeht es doch sehr häufig durch blitzschnelles Laufen rings um den Stamm, wobei der gefiederte Räuber wegen seiner langen Flügel bedeutend größere Umwege machen muß, um ihm im Nacken zu bleiben, und deshalb in der Regel wieder von der Sache absieht. Nur der vielgewandte Sperber erwischt öfters mal auf diese Weise ein Eichhörnchen."   

Das Eichhörnhen erstarrt als sei es ausgestopft, der Sperber stürzt sich im Sturzflug hernieder, es sieht so aus, als entspinne sich hier "ein tierisches Drama von so ungeheurer Wucht und Schnelligkeit, von so viel Geiwesgegenwart und Tragik, daß man ihm nur mit verhaltenem Atem zu folgen vermag" ... als plötzlich ein heiseres Krächzen erklingt. Eine Melodie mag darin niemand erkennen, vielmehr eine Art letzte Warnung.

Der Sperber bricht seinen Überfall ab und nimmt zerknirscht auf seinem Regal über dem I-Book des Texters platz. Das Eichhorn ist noch etwas erschreckt. Freilich nagt es recht bald lustig weiter an seinem Tannenzapfen. Aber wer bitte war der edle Retter, der so beherzt eingriff und einen Mord am besten Nager überhaupt verhinderte?

Was für eine Frage! Es war der Häher, der Polizist im Walde, ohne den dort jederzeit Mord und Totschlag herrschen würden.

Darsteller in der Reihenfolge ihres Auftretens: Nr. 1 = Das Eichhörnchen als das Eichhörnchen
Darsteller in der Reihenfolge ihres Auftretens: Nr. 2 = Der Sperber als zweitgrimmigster Todfeind
Darsteller in der Reihenfolge ihres Auftretens: Nr. 3 = Der Eichelhäher als die Polizei des Waldes

They are everywhere!

Florian Lamp
18.04.2011
They are everywhere - was passiert, wenn man von Eichhörnchen verfolgt wird.

Endlich ist geklärt, woher der Herausgeber von Dr. Kurt Floerickes "Nagetiere" seine Wohnungsdekoration bezieht. Danke, liebes Internet, und insbesondere Danke, lieber Webshop namens Variventa, dass Sie uns einen Blick auf das Apartement des Herrn Neersö gewähren.

Nur irgendwie will das edle Ambiente nicht richtig passen. Sicher, der Couchtisch ist edel und aus feinstem Holz, die Korbsessel sind auch nicht schlecht und die Aussicht auf ein Leipzig im Sonnenuntergang erfreut das Herz jedes Romantikers, aber warum sieht die Wintergartenkonstruktion so "homemade" und DIY-mäßig aus? Hätte es nicht auch einen Aussichtsplatz gegeben, der nicht durch eine alte Hochspannungs- oder Telefonleitung verschandelt wird?

Da wundert man sich dann schon einmal als Verleger, freut sich dann allerdings doch, dass sich Herr Neersö in seiner kleinen Welt so schön eingerichtet hat und immer seine kleinen, vergrößerten Freunde mit der Fuchsstandarte um sich hat. 

Regenwurm und Hornisse gegen das Eichhörnchen!

Florian Lamp
13.04.2011
Was passiert, wenn man Hornissenfreundlich ist.

Zu einer äußerst liebenswerten Aktion ruft die Heinz Sielmann Stiftung auf. Sie möchte, dass die Internetgemeinde das beliebteste Gartentier 2011 wählt.

Das ist wirklich nett von ihr, aber wenn wir mal ehrlich sind: Wie bitte sollen der Star, der Buchfink, das Tagpfauenauge, der Regenwurm (!!!) oder gar die Hornisse(!!!!!) ernsthafte Konkurrenz für das allseits beliebte Eichhörnchen sein?

Hat man schon einmal gesehen, wie ein neckisches Tagpfauenauge Waldarbeitern die Stulle gemopst hat? Trocknet und frisst der Regenwurm gerne mal einen Fliegenpilz, um leicht berauscht zu werden? Hat man je einen Menschen gesehen, der eine Hornisse mit Nüssen gelockt hat, bis er sie streicheln konnte? Und Star und Buchfink? Bitte?! Was ist Fliegen schon gegen die gewitzten anmutigen Bewegungen eines Eichörnchens? Haben diese beiden Vögel eine "stolze Fuchsstandarte" oder vielmehr nur kleine gefiederte Stummelschwänzchen?

Eigentlich ist klar, dass das Eichhörnchen hier keine große Konkurrenz zu befürchten hat, aber dennoch rufe ich alle Leser dieser Zeilen dazu auf, bei der Heinz Sielmann Stiftung unbedingt für das beste Tier der Welt abzustimmen

 

Ein Dankeschön ins Studio nach Österreich, Maria Motter von fm4!

Florian Lamp
10.04.2011

Dank fm4 sind Dr. Kurt Floerickes "Nagetiere", erschienen im GROSSKONZERN, kommentiert und vervorwortet von Herausgeber Jan Neersö und von Heldrich Johannes mit farbigen Tafeln versehen, nun auch auf einem guten Kurs in Österreich.

Hier hier hier findet der geneigte Leser die überaus positive Kritik zu Floerickes Meisterwerk mit Zitaten wie diesen hier kurz genannten:

- "Ein Buch für alle Saisonen: die kommentierte Neuauflage von "Nagetiere" hat es in sich. Mit Hamster-Fightclub und spitzen Fußnoten."

- "Nach Dietmar Daths "Die Abschaffung der Arten" dachte ich nicht, dass mich ein weiteres Buch mit tierischen Hauptfiguren so schnell begeistern könnte. Doch Dr. Kurt Floericke bzw. dem wunderbaren deutschen Grosskonzern Verlag ist das geglückt."

- ""Nagetiere" ist kein Roman und kein Lexikon wie Brehms Tierleben, sondern eine vergnügliche populärwissenschaftliche Schrift."

- "Scharf* erzählt! Schön beschrieben! "Nagetiere" gehört in jeden Haushalt wie eine Picknickdecke. Und beim Ausflug ins Grüne in die Tasche."

- "Sollten einem jemals Komplimente ausgehen: Nur nicht genieren und bei Dr. Floericke studieren."

Der GROSSKONZERN dankt der Rezensentin Frau Motter für Ihr Lob und wünscht sich jetzt natürlich noch mehr Rezesionen aus seinem heimlichen Lieblingsland: "Tu, felix Austria, lobe!"

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