Ganzer Kerl auch ohne Eier - Kurz und führig: Saustutzen!

Florian Lamp
05.05.2011
Skandal im Sperrbezirk!

Mir war heute morgen noch so, als hätte ich kurz vor dem Aufwachen ein Jagdhorn das Halali blasen hören. Und habe ich nicht gestern vor der Tür, also in Neukölln, Schüsse gehört? Wenn das nicht alles Zeichen dafür waren, dass heute morgen etwas ganz Besonderes in meinem Briefkasten liegen musste?

Und in der Tat, da lag sie, verpackt in einen Umschlag und versand vom Paul Parey Verlag: Die Deutsche Jagd Zeitung! Und auf Seite 112 fand sich dann auch eine fantastische Kritik zu Dr. Kurt Floerickes "Nagetiere". Unter der Überschrift "Angenagt" wird mit Lob nicht gespart: "Lesenswert ... die anthropomorphen (vermenschlichten) Darstellungen vom (verschmitzten) Eichhörnchen, (niederträchtigen) Hamster oder von der (proletarischen) Feldmaus."

"Ein Lesespaß, wenn Floericke in ungewöhnlicher Manier über seine 'tierpsychologischen' Bebachtungen plaudert."

Ebenfalls gepriesen wird die "buchbinderische Qualität". Allerdings wird auch mit Kritik nicht hinter dem Berg gehalten, denn Floericke, Herausgeber Neersö sowie der Verlag GROSSKONZERN müssen ehrlich zugeben, dass in den Fußnoten nicht darauf verwiesen wird, dass "Wildkanin" (nicht Waldkaninchen) und der Feldhase (Lepus Europaeus, nicht Lepus Timidus)" gar nicht mehr zu den "Nagetieren, sondern zu den Hasenartigen zählen."

Hierzu teilt der GROSSKONZERN mit: "Nagetiere" ist zwar eine historisch-kritische Ausgabe des Meisterwerks Floerickes. Da alle Mitarbeiter des GROSSKONZERNs aber strenge Follower Floerickes sind, gilt für uns, was noch für Floericke galt. Die Einführung einer Sonderkategorie "Hasenartige" ist für uns hier nur neumodischer Firlefanz und damit in sich selbst redundant. Floericke wird sich schon etwas dabei gedacht haben, als er sein Buch "Nagetiere" nannte und nicht "Nagetiere und Hasenartige".

Dennoch dankt der GROSSKONZERN der "Deutschen Jagdzeitung" für die Kritik und auch für eine unterhaltsame Stunde beim Lesen ihrer selbst für Schlagzeilen wie "Maibock. Wie Sie den Alten überlisten", "Nationalparks. So jagt's sich im Sperrbezirk", "Kastration und Sterilisation. Ganzer Kerl auch ohne Eier" und den Test der "voll geschäfteten Kipplaufbüchse K1 im Kaliber 8x57 IRS des tschechischen Herstellers PPK-Zbrojovka Holice" mit dem Titel "Kurz und führig - Saustutzen".

Wie ich den etwas respektlosen Herausgeber einschätze, wird er von nun an die "Deutsche Jagdzeitung" abonnieren und auf eine Schlagzeile wie "Zoos. So jagt's sich mitten in der Stadt" warten.

Zu Schluss noch ein lustiger Witz aus dem Englischen - übersetzt vom Google Übersetzer: "Zwei Männer wurden auf die Jagd, wenn einer von ihnen sah ein Kaninchen. “Quick,” said the first, “shoot it.” “I can t,” said the second. "Quick", sagte der erste, "schießen sie." "Ich kann t", sagte der zweite. “My gun isn't loaded.” “Well,” said the first,” you know that, and I know that, but the rabbit doesn t.” "Meine Waffe ist nicht geladen." "Nun", sagte der erste, "Sie wissen das, und ich weiß, aber das Kaninchen doesn t."   

 

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